Mehr Regionalität auf dem Teller: Die Regiothek als digitales Bindeglied

Als Ernährungsrat Oldenburg setzen wir uns für eine zukunftsfähige, regionale und gerechte Lebensmittelversorgung in unserer Stadt und Region ein. Umso mehr freuen wir uns, als Projektpartner die Regiothek in unserer Region zu etablieren – eine Online-Plattform, die regionale Erzeugnisse einfacher, transparenter und direkter in die Küchen von Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie bringt.

Regionale Wertschöpfung stärken

Mit der Regiothek wird ein digitales Werkzeug geschaffen, das Produzentinnen, Verarbeiterinnen, Handel und Großküchen besser miteinander vernetzt. Ziel ist es, regionale Lebensmittel sichtbarer und leichter verfügbar zu machen – vom Acker bis auf den Teller.

Gerade in der Gemeinschaftsverpflegung – etwa in Schulen, Kitas, Betriebskantinen oder Pflegeeinrichtungen – bestehen große Potenziale für mehr Regionalität. Gleichzeitig stehen Küchen häufig vor organisatorischen Herausforderungen: fehlende Transparenz über verfügbare Produkte, aufwendige Abstimmungsprozesse oder logistische Hürden.

Hier setzt die Regiothek an:
Sie schafft Übersicht über regionale Anbieter, saisonale Verfügbarkeiten und Bezugsquellen und erleichtert so die Beschaffung regionaler Produkte. Außerdem kümmert sich ein regionaler Logistiker um die Auslieferung, sodass nicht jeder Erzeugerbetrieb selbst fahren muss.

Transparenz, Vernetzung und Nachhaltigkeit

Für uns als Ernährungsrat ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem resilienteren Ernährungssystem in Oldenburg und Umgebung. Regionale Wertschöpfung bedeutet:

  • kürzere Transportwege

  • mehr Transparenz in der Lieferkette

  • faire Preise für Erzeuger*innen

  • stärkere lokale Wirtschaftskreisläufe

  • mehr Bewusstsein für Saisonalität

Durch die bessere Vernetzung der Akteur*innen wird nicht nur die regionale Landwirtschaft gestärkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz geleistet.

Geplant ist aktuell zunächst die Sichtbarmachung regionaler Betriebe auf der Regiothek und dann ab Sommer eine Probephase mit Probeauslieferungen an Küchen.

Wer Fragen hat, kann sich melden bei Vera Stolle-Brüers: vera.stolle-brueers@prozept-ev.de