Haushaltsmittel trotz Vertrag um mehr als 50 Prozent gekürzt!

Der am 09.02.2026 beschlossene Haushalt von SPD, CDU und FDP für das Jahr 2026 sieht eine massive Kürzung unserer jährlichen Förderung vor. Dabei hatte die Stadt eigentlich Planungssicherheit zugesagt: Ein Zuwendungsvertrag wurde unterschrieben, der eine jährliche Förderung in Höhe von 103.950 Euro bis Ende 2028 vorgesehen hat. Nun wird diese Summe bereits nach einem Jahr auf 50.000 Euro reduziert. Diese Entscheidung widerspricht in Gänze der versprochenen Planungssicherheit.

Die Kürzung hat unmittelbare Folgen für unsere praktische Arbeit: Bildungsangebote wie Kochworkshops, Gartenprojekte, Schnippeldiskos oder Hofbesuche werden ebenso wie Beteiligungsformate, Projektarbeit und Kooperationen nicht mehr im bisherigen Umfang umgesetzt werden. Dabei sind diese Angebot zentral, um nachhaltige Ernährung für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich und erlebbar zu machen.

Der Ernährungsrat Oldenburg ist kein freiwilliges Zusatzangebot, sondern ein zentraler Akteur bei der Umsetzung politischer Beschlüsse der Stadt. Die verabschiedete Ernährungsstrategie sowie das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 lassen sich ohne unser kontinuierliche Engagement nicht realistisch erreichen. Ernährung ist ein Schlüsselthema für Klimaschutz, Gesundheit, soziale Gerechtigkeit, Bildung und regionale Wertschöpfung. Kürzungen an dieser Stelle stehen im direkten Widerspruch zu den eigenen politischen Zielsetzungen.

Ein guter Kommentar zu dieser Entscheidung ist auch in der NWZ zu finden: https://www.nwzonline.de/oldenburg/mit-kuerzung-der-foerdermittel-fuer-den-ernaehrungsrat-setzt-oldenburger-politik-ein-klares-zeichen_a_4,2,3790346328.html