Landwirtschaft erleben – Besuch auf dem Gut Sannum

Gemeinsam mit dem ADFC Oldenburg führte unser zweiter Hofbesuch in diesem Jahr zum Gut Sannum in Huntlosen. Insgesamt 23 Teilnehmende legten die rund 30 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad zurück und erhielten spannende Einblicke in einen Ort, an dem Landwirtschaft und soziale Teilhabe eng miteinander verbunden sind. Für eine gemütliche Pause sorgte das Café Sannum mit Kaffee, Kuchen und seiner schönen Außenterrasse.

Jakob Fischer-Fernandes, Leiter des „Tagwerks“ (Landwirtschaft und Werkstätten), führte die Gruppe über das Gelände und stellte die vielfältige Arbeit auf dem Gut vor. Dabei wurde deutlich, dass Gut Sannum weit mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb ist.

Auf Gut Sannum leben rund 150 erwachsene Menschen mit geistigen, körperlichen oder mehrfachen Beeinträchtigungen. Unter dem Leitsatz „Freiraum für Alle“ bietet die Einrichtung vielfältige Wohn-, Betreuungs- und Beschäftigungsangebote. Dazu gehören unter anderem die Landwirtschaft und Gärtnerei, in denen die Bewohner*innen entsprechend ihrer Möglichkeiten mitarbeiten und das Leben auf dem Gut aktiv mitgestalten.

Während der Führung erfuhren die Teilnehmenden, wie die verschiedenen Arbeitsbereiche organisiert sind und welche Bedeutung die Landwirtschaft für den Alltag auf Gut Sannum hat. Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel von landwirtschaftlicher Arbeit, Gemeinschaft und individueller Förderung. Die Führung bot außerdem viel Raum für Fragen und einen offenen Austausch über die Chancen und Möglichkeiten einer inklusiven Landwirtschaft.

Auf der Rückfahrt sorgte eine Eispause in Sandkrug für eine willkommene Erfrischung. Auch einige Regenschauer konnten die gute Stimmung nicht trüben. Am Ende waren sich alle einig: Der Hofbesuch bot spannende Einblicke und neue Perspektiven auf die Verbindung von nachhaltiger Landwirtschaft und sozialem Miteinander.

Vielen Dank an das gesamte Team vom Gut Sannum für die spannende Führung und die Gastfreundschaft! Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, dass regionale Landwirtschaft nicht nur hochwertige Lebensmittel hervorbringt, sondern auch Orte schaffen kann, an denen Gemeinschaft, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung gelebt werden.