Landwirtschaft erleben – Besuch beim Bauernhof Oeltjen in Aschhausen

Im September führte eine gemeinsame Radtour des ADFC Oldenburg und des Ernährungsrats zum 20km entfernten Hof Dyrik Oeltjen in Aschhausen. Der familiengeführte EU-Bio-Betrieb ist seit rund 400 Jahren in Familienbesitz und hat sich auf die Haltung und Zucht seltener Nutztierrassen spezialisiert. Bei einer ausführlichen Hofführung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in den Hofalltag und in die Arbeit im Ökolandbau.
Der Betrieb bewirtschaftet insgesamt 112 Hektar Land: 34 Hektar Wald, 35 Hektar Ackerland und 43 Hektar Grünland und Weideflächen. Rund 200 Bentheimer Landschafe, 15 Charolais-Mutterkühe mit Nachzucht sowie zwei Angler-Sattelschwein-Sauen mit ihren Ferkeln gehören zum Tierbestand.
Im Mittelpunkt der Hofführung standen die Tiere und ihre Haltung. Katrin Oeltjen erklärte am Beispiel der Bentheimer Landschafe anschaulich den Lebenszyklus der Tiere vom Lamm über das ausgewachsene Schaf bis zur Schlachtung.
Während der Führung wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben auf einem landwirtschaftlichen Betrieb sind. Neben der Tierhaltung gehören auch der Ackerbau und die Versorgung der Tiere zum Hofalltag. So wird beispielsweise ein Teil des Futters direkt auf dem Hof verarbeitet. Auch die Nutzung und Aufbereitung vorhandener und gebrauchter Werkzeuge und Maschinen gehört zur praktischen Arbeit auf dem Betrieb.
Die Hofbetreiber nahmen sich viel Zeit für die Gruppe und vermittelten ihr Wissen anschaulich und aus der täglichen Praxis heraus. Dabei entstand ein lebendiger Austausch über Tierhaltung, Landwirtschaft und die Herausforderungen, die mit der Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Ökobetriebs verbunden sind. Besonders interessant war auch der Blick auf die Zukunft des Familienbetriebs: Die nächste Generation zeigt bereits großes Interesse daran, den Biohof mit- und weiterzuentwickeln.
Ein besonderer Teil des Nachmittags war die gemeinsame Pause auf dem Hof: Eine große Auswahl selbstgebackener Kuchen und Kaffee lud zum Verweilen und weiteren Austausch direkt neben den Schafen ein.