Gemeinsam für eine nachhaltige Ernährung in der Region

Vertretung des Ernährungsrates

Der Ernährungsrat wurde im September 2017 offiziell gewählt.
Hier stellen sich die Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vor.

VERTRETER*INNEN AUS DER VERWALTUNG & POLITK

 

Sarah Bruns

Koordinatorin der Schulmensen, Stadt Oldenburg

Knüpfung von Netzwerken zwischen Mensabetreibern und regionalen Großhändlern und Erzeugern.

Inka Thole

Agenda-Beauftragte, Stadt Oldenburg

Jede und jeder nimmt täglich Lebensmittel zu sich, in der Hoffnung, sich und ihrem/seinem Körper auch etwas Gutes zu tun. Die Frage ist aber, stimmt das auch? Und wie steht es um die Rahmenbedingungen der Herstellung/des Anbaus der Lebensmittel? Warum landen so viele Lebensmittel im Müll, obwohl sie noch verzehrfähig sind? Alles Themen und Fragen, um die sich der Ernährungsrat kümmern möchte und ich freue mich, dabei mitarbeiten zu dürfen.

Samantha Westphal

Mitglied der SPD-Ratsfraktion Oldenburg

Susanne Menge

Die Zeiten, in denen wir die erste Koop gegründet und auf Rita Koopmanns Acker mit unseren Kindern beim Anbau und der Ernte mitgeholfen haben, liegen lange zurück, aber das Thema und die Idee, gemeinsam Boden zu beackern oder Städte „essbar“ zu machen, ist nie gestorben. Im Gegenteil. Lebensqualität in der Stadt ist eng verknüpft mit Grünflächen, Plätzen zum Innehalten, Austauschen und Spielen, oder auch um Flächen und Räume für Nahrungsmittelanbau zu nutzen. Warum also nicht einfach einmal ausprobieren, z.B. Parkplätze umzugestalten? Oder warum nicht die umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe zu Partnern für die Stadt machen – für die Versorgung der Schulmensen z.B.? Unser Ernährungsrat bietet einerseits die Mitarbeit in einer zivilgesellschaftlichen Bewegung und gleichzeitig kann ich Erkenntnisse und AnsprechpartnerInnen aus der Parlamentsarbeit einfließen lassen.

Pierre Monteyne

Mitglied der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in Oldenburg

VERTRETER*INNEN AUS DER ZIVILGESELLSCHAFT

Inken Oldsen-thor Straten

Studentin Sustainability Economics & Management

Mit meinen Erfahrungen, die ich auf dem Bauernhof und in Küchen gesammelt, aber auch dem Wissen, das ich durch mein Studium erlangt habe, möchte ich als Bürgerin der Stadt Oldenburg im Ernährungsrat die Ernährung in Oldenburg und dem Oldenburger Umland mitgestalten. Dabei liegt mir vor allem am Herzen, ökologische und soziale Auswirkungen von Ernährung und Landwirtschaft sichtbar zu machen und kritisch zu hinterfragen, um gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Ernährung zu erarbeiten.



Nina Gmeiner

Sprecherin des Ernährungsrats, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin an der Uni Oldenburg

Während meines Studiums war mir früh klar: Ernährung ist mein Thema und ich möchte aktiv dazu beitragen, das globale Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten – und damit vor der Haustür anfangen. In verschiedenen Forschungsprojekten durfte ich feststellen: es gibt schon viele, gelebte Alternativen, die sich für Lebensmittel begeistern und ihren Genuss feiern. Dazu gehören solidarische Landwirtschaften, Einkaufskooperativen, Lebensmittelretter*innen, Urbane Gärten und viele mehr. Auch in Oldenburg sind sie aktiv. Ich setze mich durch meine Arbeit im Ernährungsrat dafür ein, alle Interessierten in einen Dialog zu bringen – weil sie bei der Oldenburger Ernährung mitreden dürfen sollten. Das ist für mich gleichzeitig die Essenz des Ernährungsrats und eine spannende Herausforderung. Deshalb arbeite ich mit daran, zukunftsfähiger und fairer Ernährung in Oldenburg eine Stimme zu geben und eine Anlaufstelle zu schaffen, die transparent und fundiert zur Oldenburger Ernährung informieren und erzählen kann



Thorsten Haupt

Ausschussvertreter Fairwertbar

Ich bin Thorsten, 24 Jahre alt und Student im ersten Semester Nachhaltigkeitsökonomik an der Uni Oldenburg. Ich bin dem Ernährungsrat beigetreten, da ich der Meinung bin, dass die Ernährung das Grundbedürfnis eines Menschen darstellt, noch vor Wohnung und Kleidung. Leider wird dieses Thema sehr stiefmütterlich behandelt. Konzerne wie MC Donalds und Co. sind auf dem Vormarsch unsere Gesellschaft vor allem geistig zu vergiften. Ich sehe dringenden Handlungsbedarf, weg von Fast Food, hin zu nachhaltiger, ökologischer und gesunder Ernährung.

Andrea Hufeland

Dipl.Pädagogin/Sonderpädagogik, Lerntherapeutin/FIL, Mitglied in der Steuergruppe Fair Trade Town Oldenburg

Ich unterstütze den Ernährungsrat, weil der Zusammenhang zwischen Umweltschutz, Lebensmittelproduktion, Ernährung und Gesundheit mehr Öffentlichkeit braucht, weil die industrielle Nahrungsmittelproduktion und Verarbeitung schlecht für Klima, Umwelt und Tiere sind, der Konsum von ungesunden Nahrungsmitteln unserer Gesundheit schadet und zu viele Menschen in der Nahrungsmittelindustrie unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten.
Im Ernährungsrat möchte ich mich dafür einsetzen, dass Transparenz entsteht über die Begriffe, regional, bio und fair, so dass Verbraucher sich besser orientieren und entscheiden können, was auf ihren Teller kommt und dass eindeutige Qualitätskriterien erarbeitet werden für eine nachhaltige Beschaffung von Lebensmitteln für kommunale Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung (Mensen, Kantinen in Schulen, Kitas, Kultureinrichtung….)

Barthel Pester

Bankkaufmann, Germanist, Historiker und Publizist sind meine Stationen, die letztlich im Journalismus mündeten.

Klimaschutz schmeckt
Guten Appetit. Wer beim Essen und Trinken das Klima schützt, profitiert davon doppelt. Denn: Es geht mir bei verantwortungsvoll hergestellter, regional produzierter Ernährung nicht um Verzicht – sondern um den Genuss einer Vielfalt verschiedenster Lebensmittel. Und das verbunden mit der Chance, gleichzeitig etwas für unser aller Zukunft und die Lebensqualität im direkten Umfeld zu tun.
Ich glaube zu wissen, dass die Zusammenhänge zwischen gesunder Ernährung, Umwelt- und Klimaschutz vielen Menschen bekannt und sehr wichtig sind. Gleichzeitig wissen wir oft nicht, wie Lebensmittel die Umwelt belasten. Ein Beispiel: Viele erkennen als Umweltprobleme Transport, Überdüngung oder Belastung von Böden und Gewässern, nicht aber den Verlust von Lebensräumen und Artenvielfalt. Diese Lücke wird der Ernährungsrat versuchen zu schließen. Guten Appetit. 

 

 

VERTRETER*INNEN AUS DER WIRTSCHAFT

Christoph Gerhard

Sprecher des Ernährungsrats,  Ausschussvertreter Erzeuger-Verbraucher-Beziehungen

Seit über 25 Jahren bin ich im Vertrieb von Bio-Lebensmitteln tätig. Heute führe ich Projekte, Seminare und Vorträge zum Thema Sortimentspolitik in der Bio- und Reformbranche durch.
Es war ein langer Weg bis zur breiten gesellschaftlichen Akzeptanz der Bio-Landwirtschaft. Für mich stellt der Ernährungsrat die Möglichkeit einer offenen Kommunikationsplattform für interessierte Bürgerinnen und Bürger dar. Mein Ziel ist es, durch Transparenz über die regionale Lebensmittel-Erzeugung die verunsicherten Kundinnen und Kunden zu mündigen Konsumenten zu machen, die nicht jedem Trend und jedem Marketing-Versprechen hinterherlaufen, sondern mit klaren Kriterien selber entscheiden, was sie essen wollen!

 

Gaby Wendzioch

Inhaberin Bio-Restaurant Seidenspinner

„Gute Ernährung ist das Wichtigste für den Menschen“.  Dieser Grundsatz beschäftigt mein ganzes Arbeitsleben. Nach abgeschlossenem Sozialpädago-gikstudium eröffnete ich 1985 meinen 1. Naturkostladen, weitere 4 folgten. Viele Seminare und Reisen zu Anbauern und Herstellern und Beratertätigkeit für den Bio-Großhandel Dennree vertieften die Freude an diesem Tun. Es war eine spannende Zeit, die Pionierphase der Ökologie miterleben zu dürfen. Seit nun 4 Jahren betreibe ich das BIO-RESTAURANT-SEIDENSPINNER, welches nur 100% Bio-Produkte verwendet. Gemüse der Jahreszeit, natürlich aus der Region frisch zuzubereiten ist meine größte Leidenschaft. Menschen wieder fürs Kochen zu begeistern und ohne Fertigprodukte, Fastfood, etc. ist mir ein großes Anliegen. Natürliche
Geschmackserlebnisse ohne chemische Verstärker, stehen im Vordergrund.

Christoph Berg

Vertriebsmitarbeiter der Firma Kornkraft

Der zunehmende Wunsch nach einer gesunden Ernährung und dem Bedürfnis nach Sicherheiten für die Qualität bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln erfordern ein Umdenken in vielen verantwortlichen Bereichen. Die persönlichen Erfahrungen, wie wichtig gute Lebensmittel für das Wohlbefinden und die Vermeidung vieler ´Wohlstandskrankheiten´ sind, führen zu einer hohen Identifizierung mit den Zielen des Ernährungsrats. Meine beruflichen Einblicke in den konventionellen Lebensmittelhandel, inzwischen in den Naturkostgroßhandel, ermöglichen mir eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen, unter der Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Belange.

Oliver Schmale

Inhaber der mobilen Saftpresse „Ollis Saftladen“

Margret Zimmermann

Solidarische Landwirtschaft Grummersort